Datum:
19.06.2026, 10:00-12:00 Uhr
Ort:
Online
Sprache:
Deutsch
Organisiert durch:
IZ D2MCM + CMS
Anmeldung:
DFN-Buchungsliste
Kontakt:
iz-d2mcm.contact@hu-berlin.de
1. KI Prompting für Anwendende in Verwaltung, Forschung und Lehre
Kurzbeschreibung:
In dieser praxisorientierten Online-Schulung erlernen Forschende und Verwaltungsmitarbeitende den effektiven und sicheren Umgang mit KI-Textgeneratoren. Weg von abstrakten Theorien und komplexen Frameworks, hin zu konkretem Handwerkszeug: Die Teilnehmenden lernen anwendbare Prompting-Methoden, um typische Aufgaben des Verwaltungsalltags (wie Protokollzusammenfassungen oder E-Mail-Korrespondenz) zu optimieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung hochschulspezifischer Tools, der Risikobewertung gemäß AI-Act sowie dem Datenschutz. In interaktiven Arbeitsphasen wenden die Teilnehmer das Gelernte direkt an und entwickeln Lösungen für ihre eigene Arbeitsrealität.
Themen:
- Praxisanwendungen und Wunsch-Prompting unter Anleitung
- Hochschulspezifische KI-Tools und Anwendungsfälle in Verwaltung & Forschungsförderung
- Prompting-Methoden (Persona, Kontext, Few-Shot) statt komplexer Frameworks
- Praxislabor „Arbeitstag“ in Breakout-Sessions
- Integrierte Sicherheitsprüfung für Prompts (Datenschutz & AI-Act)
- Transferaufgabe: Erstellung von Master-Prompts für den eigenen Alltag
- Ethische Aspekte, Bias und Transparenz
2. Lernziele
Die Teilnehmenden können nach der Schulung:
- Prompting-Methoden anwenden: Sie nutzen gezielt Techniken wie Rollenvergabe (Persona), Kontext und Few-Shot-Prompting, um präzise und qualitativ hochwertige Texte zu generieren.
- Verwaltungsprozesse unterstützen: Sie setzen KI sinnvoll für konkrete Aufgaben wie das Formulieren von Beschlussvorlagen, das Zusammenfassen von Protokollen oder die Kommunikation mit Studierenden ein.
- Tools einschätzen: Sie haben einen Überblick über vorhandene KI-Tools an Hochschulen und kennen deren Grenzen sowie Möglichkeiten.
- Sicherheitsrisiken managen: Sie erkennen datenschutzrechtliche Fallstricke (Cloud vs. Lokal) und führen eine eigenständige Risikobewertung ihrer Prompts durch (inkl. Verständnis relevanter AI-Act-Szenarien).
- Ethisch reflektiert arbeiten: Sie sind sich der Themen Bias und Transparenz bewusst und können KI-generierte Inhalte kritisch prüfen.
- Transfer in den Alltag sicherstellen: Sie entwickeln „Master-Prompts“ für wiederkehrende Aufgaben in ihrem eigenen Arbeitsumfeld, um die Zeitersparnis direkt nach der Schulung zu realisieren.
3. Inhalte
Struktur der Schulung (4 x 45 Minuten)
Modul 1: Austausch & Prompting-Methoden
- Begrüßung & Blitzlicht-Umfrage (Erhebung der Use-Cases)
- Handwerkszeug des Promptings (Persona, Kontext, Formatierung, Few-Shot)
- Live-Demo & offene Fragerunde zur Methodik
Modul 2: Tools, Use Cases & Sicherheit
- Vorstellung hochschulspezifischer KI-Tools und deren Grenzen
- Anwendungsfälle in Verwaltung, kaufmännischem Bereich & Forschungsförderung
- Sicherheit, Datenschutz (Lokal vs. Cloud) & Risikobewertung nach AI-Act
Modul 3: Das „Arbeitstaglabor“ (Praxisphase)
- Einführung in praxisnahe Aufgabenstellungen
- Individuelle Arbeit in Breakout-Sessions (inkl. integriertem Sicherheits-Check)
- Vorstellung der Ergebnisse & Live-Feedback
Modul 4: Transfer, Ethik & Abschluss
- Ethische Aspekte: Bias, Diskriminierung & Transparenz
- Transferaufgabe: Entwicklung von Master-Prompts für den eigenen Alltag
- Tipps für den effektiven Umgang mit KI & Abschluss
Informationen zum Dozenten/Dozentin
Malte Dreyer ist Direktor des Computer- und Medienservice der Humboldt-Universität zu Berlin und Vorsitzender des IT-Boards sowie der Steuerungsgruppe Informationsprozesse (CIO-Gremium) der HU. Er engagiert sich in zahlreichen Projekten zur Weiterentwicklung des Forschungsdatenmanagements und zum Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz in Lehre und Lernen. Zuvor war er Direktor der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Max-Planck-Gesellschaft, Max Planck Digital Library. Er konzipierte und entwickelte die Forschungs- und Publikationsdateninfrastruktur für die Institute der Max-Planck-Gesellschaft sowie verschiedene Forschungswerkzeuge. Im Rahmen mehrerer großer deutscher, europäischer und internationaler Projekte war er in den Bereichen digitale Forschungsinfrastrukturen, Repositorien, virtuelle Forschungsumgebungen und Softwarearchitekturen in vielen wissenschaftlichen Disziplinen tätig. Darüber hinaus ist er Mitglied in mehreren nationalen und internationalen Gremien wie der HRK-Kommission für Digitalisierung, der Allianz Focus Group “Digital Infrastructures, Services and Data Tracking” und der US-amerikanischen CIO-Vereinigung LBCIO.

