Autor:innen:
Lena-Sophie Meiling

Kontributor:innen:
Kleio Chrysopoulou Tseva, Carolin Odebrecht


Veröffentlicht:
27.07.2026
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Sammlungsdaten als Forschungsdaten!? Rückblick auf die SODa Summer School 2026

Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HZK) Berlin, 27.07.2026

Als Mitglied des IZ Digitaltität und digitale Methoden nahm ich an der von SODa – Sammlungen, Objekte, Datenkompetenz – angebotenen Sommer Schule teil. Dort wurden verschiedenste digitale Kompetenzen im Kontext musealer und universitärer Sammlungen besprochen, diskutiert und ausgebaut.

SODa

Das SODa ist ein Verbundprojekt zur nationalen Ausbildung von Datenkompetenzen im musealen und universitären Sammlungsalltag. Durch den Fokus auf Forschungsdatenmanagement sollen so auf interdisziplinärer Ebene Wissensverknüpfungen entstehen, um über Kooperationen und Vernetzungsaufbau tiefergehende Forschungsprojekte und Kompetenzen zu ermöglichen.
Durch die Organisationsstruktur, aufgeteilt zwischen der HU und der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Interessengemeinschaft für semantische Datenverarbeitung e.V. und dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, sind verschiedene Zweige des Sammlungssektors vertreten.
In diesem Rahmen sind bereits in den letzten Jahre verschiedene Online-Lernkurse entstanden, die Bereiche von Erschließung und Provenienz, Ethik oder Dokumentation, ebenso Machinelles Lernen, Objektvisualisierung oder Knowledge Graphen thematisieren.  Als Neuerung wurde aus verschiedenen Basiskursen die SODa-Summer School konstruiert, die gebündelt einen breiten Überblick über einen Großteil der notwendigen Kompetenzen im Bereich der digitalen Sammlungserschließung bieten sollte.

In der Praxis: OpenRefine, 3D-Digitalisierung, Datenmanagementplan

Digitale Kompetenzen sind durch ihren komplexen Aufbau und hohe Anlernhürde schwer in den Lern- und Ausbildungsalltag zu integrieren. Hands-On-Workshops in Person eignen sich hierbei im Besonderen um konkrete Software-Applikationen gemeinsam zu erlernen. Was bei digitalen Selbstlernkursen durch Distanz und automatisierte Vermittlung erschwert wird, konnte durch interaktive Vorträge mit didaktischen Zwischeneinheiten neugestaltet werden. Die praktischen Lerneinheiten wurden dabei von Fachpersonal angeleitet etwa:

Der theoretische Input hinsichtlich Metadatenstandards und Linked Open Data eröffnete so einen breiten Diskussionsrahmen über das komplexe Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Theorie und praktischem Alltag.

Digitale Methoden brauchen Data Literacy

Die SODa-Summer School eröffnete einen Diskussionsraum für den fachlichen und interdisziplinären Austausch. Fachwissenschaftler*innen und Museumsangestellten konnten aus ihrem Arbeitsalltag berichten und gleichzeitig digitale Kompetenzen der Datenerschließung, -organisation und -visualisierung erlernen sowie weitergehend diskutieren. Zentral war hierbei das Selbstverständnis von Sammlungsdaten als Forschungsdaten, wodurch eine digital verstandene Data Literacy ebenso Vorraussetzung für den Umgang wird. Während FAIR-, CARE- und TRUST-Prinzipien für Forschungsdaten langsam auf Aufmerksamkeit gewinnen, ist die Weiterentwicklung für Sammlungsdaten aufgrund gewachsener Strukturen noch immer stockend. Aus diesem Grund konnte die gemeinsame Woche ein verstärktes digitales Bewusstsein schaffen, wodurch Sammlungen und Objekte tiefergehend als Daten im digitalen Raum verstanden werden.

Cite as: Lena-Sophie Meiling: Sammlungsdaten als Forschungsdaten!? Rückblick auf die SODa Summer School 2026. In: IZ D2MCM Blog [Weblog], 27.07.2026. URL: https://izd2m.hu-berlin.de/blog-posts/2026/07/27/bp-SODa-SummerSchool.html.